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Ortenberg im Kinzigtal

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Ortenberg - Namensgeber der Ortenau

Das Tor zum Schwarzwald nennt man den Weinort Ortenberg am Eingang des romantischen Kinzigtales, unweit der Messestadt Offenburg. Liebevoll gepflegte Fachwerkhäuser, malerische Ecken und verträumte Winkel säumen die weiten Rebhänge entlang der Badischen Weinstraße. Ein wahres Paradies für den Erholung suchenden Gast. Zu bieten hat Ortenberg eine ganze Menge: Radtouren oder Biking auf gut ausgebauten Radwanderwegen, Spaziergänge und Wanderungen von der Ebene bis hinauf zu den steilen Hängen des Schwarzwaldes. Wein, Geselligkeit und eine ausgezeichnete Gastronomie sowie ein reges kulturelles Angebot lassen den Aufenthalt zu einem Fest der Sinne werden. Entdecken Sie den Reiz und die Gastfreundschaft einer gesegneten Landschaft.

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Als Hauptort und Namensgeber der vorderöstereichischen Landvogtei Ortenau kam Ortenberg über viele Jahrhunderte eine besondere Bedeutung unter den Ortenaudörfern zu, bevor Ortenberg 1806 dem Land Baden zugeschrieben wurde. Die Geschichte der Besiedlung unseres Gemeindegebietes ist jedoch weitaus älter und reicht bis in die Steinzeit zurück.

Seit Jahrhunderten ist der Weinbau das prägende Element. Aufgrund der klimatisch außerordentlich begünstigten Lage bringen Ortenbergs Weinberge und Keller viele auch international anerkannte Spitzenprodukte hervor, die von mehreren Betrieben angebaut, ausgebaut und vermarktet werden.

Neben dem Weinbau sind auch der Obstbau und Kleinbrennereien bezeichnend für unseren Ort. Hofläden mit Produkten direkt vom Erzeuger und ein breites gastronomisches Angebot von Straußwirtschaften bis hin zur Top-Gastronomie laden zum Genießen unserer heimischen und regionalen Erzeugnisse ein.

Aufgrund der geografischen Lage am Ausgang des Kinzigtals in die Oberrheinebene wurde Ortenberg schon immer als das „Tor zum Schwarzwald“ bezeichnet. Ortenberg liegt im Zentrum vieler touristischer Anziehungspunkte und Ausflugsziele unserer Region und erweist sich daher geradezu als idealer zentraler Ausflugs-Ausgangsort. Ortenberg ist heute mit seinen 3.300 Einwohnern eine blühende und trotz der räumlichen Nähe zur Großen Kreisstadt Offenburg, eine selbständige Gemeinde, ausgestattet mit zeitgemäßer, moderner kommunaler wie auch privater Infrastruktur.

Wie einige Funde und Besiedlungsspuren rund um den Ortenberger Schlossberg nahe legen, war der den Kinzigtal-eingang beherrschende Bergsporn schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Einer der Relikte aus diesen Zeiten ist der im Volksmund "Gluggelistein" oder "Bibelistein" genannte, sagenumwobene Menhir nur wenige Meter oberhalb des Ortenberger Schlosses. Errichtet wurde dieser vor etwa 4.000 Jahren von einem im Oberrheingebiet ansässigen keltischen Volk. Über dessen Zweck kann heute nur spekuliert werden - Gerichtsstein, Fürstengrab, Opferstätte, ...? Kann hierauf der im Mittelalter als Synonym für die Burg gängige Begriff "Der Stein zu Ortenberg" zurück geführt werden?

Der Menhir befindet sich inmitten der Reben, ist aber vom Kammweg hinter dem Ortenberger Schloss aus gut zu sehen, ein Hinweisschild am Wegesrand weist auf dieses außergewöhnliche Monument hin.

Angesichts des exponierten Standortes mit einem beeindruckenden Rundblick, kann der Betrachter sich mühelos in imaginäre Welten entführen lassen und es fällt schwer, die Phantasie bezüglich dessen, was sich hier in grauer Vorzeit abgespielt haben könnte, zu zügeln.

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Für die Antike und die Zeit der Völkerwanderung werden auf dem Bergsporn römische und alemannische Stützpunkte vermutet und teilweise auch nachgewiesen.

So dienten die spätantiken alemannischen Höhensiedlungen auf dem hinter dem Schlossberg und etwas höher liegenden Keugeliskopf und dem gegenüberliegenden Geiskopf bei Berghaupten wohl als Wächter über den Zugang in den Schwarzwald hinein. Hier führte die römische Strasse von Argentoratum (Straßburg) nach Arae Flaviae (Rottweil) quer durch den Schwarzwald.

Bei der Siedlung auf dem Keugeliskopf handelt es sich - anders als beim Geiskopf - wohl weniger um eine militärische als vielmehr um eine eher zivile Siedlung, dies lässt sich aus den Funden von Webgewichten, Tafelgeschirr und Resten von Hüttenlehmfragmenten schließen.

Die Ortenberger Burgfestung selbst, die ehemalige Reichsburg Ortenberg wurde erst im Jahr 1233 erstmals als dem Wohnsitz eines Ministerialbeamten erwähnt. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass dieses Datum eher rein zufällig überliefert und die Burg wesentlich älter ist. Sie war wohl bis 1233 im Besitz der Zähringer, die damals Herren des Gaues und damit der Burg waren.

Das Dorf selbst ist urkundlich erstmals im Jahre 1148 in der Handschrift "Rotulus Sanpetrinus" als „Dattenwillre“ erwähnt.

Auch wenn das Dorf Ortenberg bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts unter der Herrschaft des jeweiligen Landvogtes als dem Burgherrn stand und die Geschichte von Burg und Dorf aufs Engste miteinander verknüpft sind, erschöpft sich die Bedeutung der Burg nicht in diesem ortsgeschichtlichen Rahmen. Denn hier befand sich über viele Jahrhunderte der Verwaltungs- und Justizmittelpunkt der reichsunmittelbaren vorderösterreichischen Landvogtei Ortenau, bevor dieser nach Offenburg verlegt wurde und auch unser Landstrich 1806 badisch wurde. Im 18. Jahrhundert wurden die Kanzlei- und Verwaltungsgebäude in das Dorf verlegt. Nicht nur wegen des Schlosses kam Ortenberg daher über Jahrhunderte hinweg die Bedeutung als dem Hauptort der damaligen Ortenau zu.

In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass aus dem Namen "Ortenberg" und der Bezeichnung der im Jahr 763 als "dem Land zwischen Bleiche und Murg" erstmals erwähnten und damals dem Herzogtum Schwaben zugehörigen Gaugrafschaft "Mortenau", der Name "Ortenau" entstand. Als im Jahr 1973 die Landkreise neu gebildet wurden besann man sich dieser Bezeichnung. So trägt heute der flächengrößte Landkreis in Baden-Württemberg den Namen Ortenaukreis wodurch dieser seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts lediglich als Landschaftsbezeichnung fristende Begriff eine neue politische und rechtliche Bedeutung erlangte.

Am 13. Juli 1678 wurde die Burg von französischen Truppen erobert und geschleift. Noch bis um 1760 wurde sie aber teilweise noch zu hoheitlichen Zwecken, insbesondere als Verlies genutzt. Die Kanzleiräume waren zwischenzeitlich in Zivilgebäuden zu Füßen des Schlossberges untergebracht. Die ruinierte Burg verfiel daher weitgehend in einen Dornröschenschlaf, bis sie 1833 von dem livländischen Kaufmann Gabriel Leonhard von Berckholtz erworben und in den Jahren 1838 - 1843 in der heutigen Form wieder aufgebaut wurde.

Heute ist sie eine der schönsten und romantischsten Jugendherbergen Deutschlands. Ihre Turmanlagen sind der Öffentlichkeit zugänglich. Gruppenführungen durch die alten Gemäuer können gebucht werden.

Anselm Feuerbach, später einer der bedeutendsten deutschen Maler des 19. Jahrhunderts, schrieb 1842 über Schloss Ortenberg: „… So großartig, so schön und prachtvoll stellte ich es mir nicht vor. Es liegt auf einer Anhöhe beim Dorf Ortenberg und hebt sich über alles hinaus. Die Lage ist schön, die Aussicht herrlich.“

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