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Seelbach bei Lahr

Unterkünfte in Seelbach

Ferienparadies Schwarzwälder Hof
Hotel Camping Wellness
Familie Schwörer
Tretenhofstraße 76
77960 Seelbach
Telefon 07823960950
Web www.spacamping.de

Haghof
Ferienwohnungen & Urlaub auf dem Bauernhof
Sabine und Reinhold Glatz
Steinbächle 12
77960 Seelbach
Telefon 078232283
Web www.haghof-seelbach.de

Seelbach bei Lahr

Frühling in Seelbach. Obstbäume in voller Blüte, zarte Farben so weit das Auge reicht, verführerische Düfte, die betören. Frühling in Seelbach ist ein Erlebnis für die Sinne. Die schönste Zeit, um die abwechslungsreiche Landschaft rund um Seelbach zu entdecken. Auf Spaziergängen wie beispielsweise auf dem Weg zur „Glatzenmühle“, ein historisches Kleinod aus dem 18. Jahrhundert, wo heute noch gezeigt wird, wie einst in der Mühle gearbeitet wurde. Wer’s bequemer mag, fährt mit dem Planwagen oder steigt in die Kutsche. Sportliche leihen sich Mountainbikes und erkunden alleine oder in der Gruppe die Gegend. Es lohnt sich immer, denn Seelbach liegt inmitten von reizvollen Ausflugszielen.

Historischer Katharinenmarkt im November
Alljährlich findet Ende November (genauer: Am Totensonntag und dem darauf folgenden Montag) in Seelbach bei Lahr der traditionelle Katharinenmarkt statt. Dieses herbstliche Volksfest zieht an Markttagen täglich bis zu 20.000 Besucher in den Luftkurort. Zugegeben, ein wenig "verrückt" sind die Seelbacher schon, wenn's um ihren "Kätterlismärkt" geht. Spätestens nach den Sommerferien greift in Seelbach eine seltsame Krankheit um sich: "Das Kätterlismärktfieber." Anstatt "guten Abend" oder "guten Tag" begrüßt man sich, je näher der Katharinenmarkt-Termin rückt, immer öfter mit einem freudigen: "S´ goht dagege". Sie glauben das nicht? Dann werfen Sie doch mal einen Blick auf die Uhr vor dem Rathaus. Sie zeigt nicht die aktuelle Uhrzeit. Sie zählt die verbleibende Zeit bis zum nächsten Katharinenmarkt. Sekundengenau.

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Sommer in Seelbach. Kinder lieben den Sommer in diesem einzigartigen Dorf, weil immer etwas geboten ist. Wenn tagsüber im Schwimmbad die Postabgeht und abends eine Nacht im Heu lockt, ist Abenteuerurlaub angesagt. Aber auch den Eltern wird es in Seelbach nicht langweilig. Denn der historische Marktflecken, der heute Luftkurort ist, bietet nicht nur mildes, erholsames Schwarzwaldklima, sondern auch viel, was zu entdecken lohnt. So führt der Weg ins Litschental am einstigen Wasserschloss Dautenstein vorbei, das als "Staufer-Burg" bereits im 12. Jahrhundert gegründet wurde. Ebenfalls sehenswert ist das Franziskanerkloster am Klosterplatz, wo samstags der Bauernmarkt zum Bummeln einlädt. Das restaurierte "Bahnhöfle" erinnert noch an die Zeit, als Dampflocks das Seelbacher Bähnli zogen.

Herbst in Seelbach. Wenn die Tage kürzer werden, kehrt auch hier Beschaulichkeit ei. Seele baumeln lassen und es sich gut gehen lassen. Herbstlaubfärbung in ihren schönsten Farben erleben Wanderer an einem klaren, sonnigen Tag, wenn sie oben auf der 750 Jahre alten Burg Hohengeroldseck den grandiosen Ausblick ins Tal genießen. Und wer schon einmal auf den Spuren der Geroldsecker wandert, sollte auch die Burgruine Lützelhardt auf dem Hausberg besuchen - Seelbachs ältestes Baudenkmal, dass um1225 erbaut und erst im letzten Jahrhundert wieder freigelegt wurde.

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Winter in Seelbach. Schnee und Rodel gut - auch das gibt es hier und wird zum unvergesslichen Erlebnis, wenn dazu die Sonne scheint. Allerdings ist der Schnee nicht ganz so zuverlässig wie die Fasnacht, die alljährlich einer der Höhepunkte im Seelbacher Veranstaltungskalender ist und die immer wieder die Frage aufwirft, wer zuerst da war: die Hexen oder die Eulen? Es waren übrigens die Eulen mit ihren schaurig-schönen Masken, die zu Seelbach gehören wie der Narrenbrunnen und der Katharinenmarkt, der immer Ende November stattfindet. Er wird mit dem "Historischen Auftakt" eröffnet, der von der Verleihung des Marktrechts an die Gemeinde anno 1455 erzählt. Ein beliebter Treffpunkt, wie auch das jährliche Jazzfestival auf der Gerolfsbecker Burg. Nicht nur für Seelbacher.

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Aus der Geschichte Seelbachs

1179 ist Seelbach zum ersten Mal erwähnt in einer Urkunde des Papstes Alexander III., der hierin dem Kloster ,,St. Georgen" den Besitz der ,,Ecclesia Sellebach" bestätigt. Die ersten Grundherren sind die Herren von Lützelhard, die auf dem Hausberg Seelbachs ihre Burg hatten. Ruinen zeugen noch heute von der einstigen Größe dieser dreigliedrigen Burg; sie wurde im 13. Jahrhundert zerstört.

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Nach den ,,Lützelhardern", die nach noch nicht gesicherten Nachforschungen neue Aufgaben in Ravenna erhalten haben, sind die ,,Geroldsecker" die neuen Herren. Ihre erste Burg stand auf dem ,,Rauhkasten", wo heute noch geringe Mauerreste zu sehen sind. Die mächtige ,,Hohengeroldseck" wird im 12. Jahrhundert als Mehrfamilienburg erbaut. Die Burg wird 1689 vom französischen General Cre'qui nach kampfloser Übergabe zerstört.

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1612 ist Seelbach ,,Bad", wie eine Beschreibung des Straßburger Arztes Dr. Saltzmann kündet. Gelobt werden die Vorzüge des Seelbacher Wassers; heilkräftige Wirkungen werden ihm zugeschrieben. Der letzte Geroldsecker, Graf Jakob, stirbt 1634 auf Schloß Dautenstein, das als ,,Stauferburg" im 13. Jahrhundert erbaut wurde, wie Steinmetzzeichen belegen.

Nach mehreren Besitzwechseln, so die Grafen von Cronberg, Grafen von Nassau kommt Seelbach mit der Grafschaft 1697 an die Grafen von der Leyen, die durch Napoleon gefürstet und ihm als selbständigem Rheinbundstaat verpflichtet sind.

1735 beziehen die Franziskaner einen kleinen Konvent, der bereits 1813 in der Säkularisation aufgehoben wird. Heute wird das Klostergebäude mit der ehemaligen Kirche ,,St. Michael" als Rathaus genutzt, nachdem es zunächst Fabrik und später Schule war.

1815 kommt der Ort mit dem gesamten Fürstentum an das Großherzogtum Baden; Seelbach bleibt Amtsort. Erst 1834 wird das Seelbacher Amt nach Lahr eingegliedert, das dadurch ,,Oberamt" wurde. Von der Eingliederung berichtet ein uns erhaltener Brief, in dem Sorgen und Nöte wegen dieser ,,Verwaltungsreform" vorgebracht werden.

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Auch gab es damals schon den ,,goldenen Zügel", was die Ludwigssäule auf dem Schönberg beweist. Dieses Denkmal bekundet den Bau der Paßstraße, der heutigen B 415, als Geschenk des Großherzogs Ludwig für die Eingliederung des Fürstentums ,,Hohengeroldseck" in das Großherzogtum Baden.

Die zweite Verwaltungsreform erreicht Seelbach 1859. Die bisher selbständigen Gemeinden Dautenstein, Litschental und Steinbach werden in die ,,Stabsgemeinde" Seelbach eingegliedert.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelt sich Seelbach zu einem kleinen industriellen Zentrum. Besonders die Zigarrenfabrikation gibt Hunderten der Raumschaft Arbeit und Brot. Auch die Weltkriege sind nicht ohne Folgen vorübergegangen: Arbeitslosigkeit und Not nach dem ersten Krieg; Aufnahme und Eingliederung von Flüchtlingen und Vertriebenen nach dem II. Weltkrieg führen zu dem Seelbach von heute. Weitere Marksteine sind die Eingliederung von Schönberg 1971 und von Wittelbach 1975.