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Achern im Achertal

Unterkünfte in Achern

Hotel Restaurant Sonne Eintracht
Familie Steim
Hauptstraße 112
77855 Achern
Telefon 078416450
Web www.Hotel-Sonne-Eintracht.de

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Achern im Achertal, Ortenaukreis

Achern wird, wie jede andere Stadt, von ihrer Umgebung geprägt. Zum einen die angrenzenden Ortsteile, von denen jeder sein ganz persönliches Flair vorzuweisen hat, zum andern die unmittelbaren Nachbargemeinden wie das Weindorf Kappelrodeck / Waldulm, das Mühlendorf Ottenhöfen im Schwarzwald, das Mummelseedorf Seebach; die weithin bekannte Ferienregion Sasbachwalden und bekannte Städte wie die Zwetschgenstadt Bühl, das romantische Oberkirch, die Kreisstadt Offenburg und der große europäische Nachbar im Westen: das romantische Strasbourg.

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Ein gut strukturiertes und gepflegtes Netz an Wander- und Radwegen, bis hin zu der berühmten Schwarzwaldhochstraße, bietet hervorragende Möglichkeiten zur aktiven Freizeitgestaltung, zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Der nahe gelegene Rhein, mit der üppigen Natur am Wasser, verbirgt viele verloren geglaubte Paradiese, die sich für Entdeckungsreisen anbieten. Idyllische Kanufahrten auf den romantischen und verwundenen Armen des Altrheins bringen Spaß, Ruhe, Erholung und Entspannung für die ganze Familie, im Umfeld einer einzigartigen Pflanzen- und Tierwelt.

Leopold & die geografische Mitte Badens
Im Volksmund wird das Leopold-Denkmal nur kurz "Lepold" genannt. Es ist dem Badischen Großherzog Leopoold gewidmet. Die Achener erhielte es 1855 vom Straßburger Bildhauer Andreas Friedrich geschenkt, der Stadtrat genehmigte die Aufstellung, vielleicht auch, um nach der 48-er-Revolution ein wenig gut Wetter zumachen. Es bezeichnet angeblich Badens geografische Mitte. Liberal, wie sich die Achener gern gebärden, haben sie es bei einer Straßensanierung reduziert und um ein paar Meter verschoben. Trotzdem betrachtet man sich weiterhin als Mittel. Womit ein wenig auch das Achener Naturell beschrieben ist.

Achern wurde 1095 als Acchara erstmals erwähnt. Wie bei vielen anderen Orten reicht aber die Geschichte sicherlich weiter zurück als die ersten Dokumente belegen. Darauf deuten Ausgrabungen hin, die auf einen römischen Gutshof schließen lassen. Im 11. und 12. Jahrhundert gehörte Achern zur Grafschaft Ortenau. Später wurde zwischen Ober- und Niederachern unterschieden. Niederachern wurde jedoch später nur noch als Achern bezeichnet. Im Hochmittelalter kam der Ort wohl über die Staufenberger und Zähringer an das Reich und wurde der Landvogtei Ortenau unterstellt. Mit ihr kam Achern 1334 an Baden, dann 1351 an das Hochstift Straßburg und ab 1405 teilweise an die Kurpfalz, 1504 an Fürstenberg. Seit 1551 gehört der Ort zu Vorderösterreich und war Teil der Reichslandvogtei Ortenau. 1495 und 1637 brannte der Ort vollständig nieder und war danach einige Jahre unbesiedelt.

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1805 fiel Achern an das spätere Großherzogtum Baden und wurde Sitz eines Amtes. 1808 folgte die Verleihung des Stadtrechts. Eine gewisse Bedeutung erlangte die Stadt in der badischen Revolution von 1848. 1924 wurde der Amtsbezirk Achern aufgelöst und sein Gebiet dem Amtsbezirk Bühl zugeordnet, aus dem 1939 der Landkreis Bühl hervorging.
Nach dem 2. Weltkrieg gehörte der Landkreis Bühl zum Land Baden und ab 1952 zum Regierungsbezirk Südbaden. Bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Bühl aufgelöst. Das südliche Gebiet und mit ihm die Stadt Achern wurde dem neu gebildeten Ortenaukreis zugeordnet.

Bert Brecht & seine Großeltern
Die Großeltern des deutschen Schriftstellers Bert Brecht (1898 bis 1956) waren in Achern ansässig. Der Großvater Stephan Berthold Brecht, ein geachteter Lithograph und versierter Zeichner und Entwerfer, betrieb in Achern eine Steindruckerei mit machmal 8 Gehilfen. In Bert Brechts Erezählun g "Die unwürdige Greisin" klingen Erinnerungen an Ferientage im Haus der Großbutter Karoline Brecht an. Achern hat eine Straße nach Bert Brecht benannt.

Die Einwohnerzahl der Stadt Achern überschritt im Rahmen der Gebietsreform der 1970er Jahre die 20.000-Grenze. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die Landesregierung von Baden-Württemberg dann mit Wirkung vom 1. Januar 1974 beschloss.

Auch die Stadtteile haben eine lange Geschichte. Sie kamen alle 1805 an Baden und gehörten meist zum Amtsbezirk Achern. Mösbach gehörte zunächst zum Amt Oberkirch und kam erst 1859 zum Bezirksamt Achern. Wagshurst gehörte zunächst zum Amtsbezirk Appenweier und kam 1819 zum Amtsbezirk Achern. Bei der Auflösung des Amtsbezirks Achern 1924 kamen alle Gemeinden zum Bezirksamt Bühl sowie 1939 zum Landkreis Bühl, lediglich Wagshurst kam zum Landkreis Kehl.

Stadtteile

  • Fautenbach wurde als Vultenbach um 1100 erstmals erwähnt. Über das Kloster Hirsau kam es in den Besitz von Großweier und Schauenburg. Dann gehörte es zum Gericht Achern und teilte die Geschicke Acherns.
  • Gamshurst wurde 902 als "Hurst des Gaman" erstmals erwähnt. Es war eine Ausbausiedlung auf Sasbacher Mark und gehörte zum Gericht Achern
  • Großweier wurde um 1115 als "Crosvvilare" erstmals erwähnt. Es wurde noch bis ins 19. Jahrhundert Croschweier genannt. Wie Gamshurst war es ein Ausbauort Sasbachs. In Großweier gab es eine Burg, nach der sich eine Familie benannte. Sie hatten den Ort von den Markgrafen von Baden zu Lehen. Nach dem Aussterben der Familie kam Großweier an die Herren von Seldeneck, deren Erben es schließlich 1583 wieder an Baden verkauften. Das Wasserschloss war danach Sitz des badischen Amts bzw. Vogtes, bis das Schloss 1689 zerstört wurde. Dann wurde Bühl Sitz des Amtes.
  • Mösbach wurde 1386 als Mestbach erstmals erwähnt. Es gehörte zu Straßburg und war dem Oberamt Oberkirche unterstellt, bevor es an Baden kam.
  • Oberachern wurde 1347 als Obernacher erstmals erwähnt. Frühere Nennungen unterscheiden nicht zwischen Ober- und Niederachern. Doch gehörte der Ort schon um 1100 den Herren von Staufenberg, Teile dem Klosters Hirsau. Vor 1130 gehörte Oberachern dem Kloster St. Georgen. Im 12. Jahrhundert nannte sich ein edelfreies Geschlecht nach Achern, die wohl zugleich Vögte von Achern waren. Sie residierten in einem Wasserschloss, dessen Reste beim Turmbau der Stephanuskirche Oberachern verwendet wurden. Oberachern gehörte zum Gericht Achern und teilte die Geschicke Acherns, war jedoch stets eine eigenständige Gemeinde bis zur Eingemeindung 1971.
  • Önsbach wurde im 13. Jahrhundert als Ongisbach erstmals erwähnt. Grundbesitz hatten die Klöster Honau, Ettenheim und Allerheiligen. Der Ort gehörte zum Gericht Achern und teilte die Geschicke Acherns.
  • Sasbachried wurde 1697 als "aus dem Rieth" erstmals erwähnt. Es wurde von Sasbach aus aufgesiedelt und teilte daher auch dessen Geschicke, gehörte also zum Oberamt Oberkirch der Herrschaft Straßburg. Im 19. Jahrhundert wurde Sasbachried als eigenständige Gemeinde von Sasbach getrennt.
  • Wagshurst wurde 1136 als Wageshurst erstmals erwähnt. Es gehörte zur straßburgischen Herrschaft Oberkirch und war dem Gericht Ulm unterstellt.
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