Start Unterkünfte Last Minute Reiseführer Freizeit Schwarzwaldblog Südschwarzwald Mittlerer Schwarzwald Nordschwarzwald

Buchenbach bei Freiburg

Mehr: Unterkünfte in Buchenbach

Pardon, leider liegen keine buchbaren Unterkünfte in Buchenbach vor. Gemütliche Ferienhotels und schöne Ferienwohnungen finden Sie aber auch in der Nachbarschaft:
Unterkünfte in Kirchzarten
Unterkünfte in Stegen
Unterkünfte in Oberried
Unterkünfte in Freiburg

Kleine Bilder antippen und vergrößern!

Buchenbach - vom Himmelreich ins Höllental

Das Himmelreich ist im Schwarzwald. Zumindest ist es ein Dorf am Eingang zum Höllental. Himmelreich ist ein Ortsteil der Gemeidne Buchenbach. Sie erstreckt sich über das untere Höllental, das Wagensteig- und Ibenbachtal bis hinauf zur Hochfläche von St. Märgen und besteht aus den Ortsteilen Buchenbach, Falkenstein, Unteribental und Wagensteig - und Himmelreich. Zwei Burgen sicherten einst das Gebiet und den Zugang zu den strategisch und wirtschaftlich wichtigen Schwarzwaldpässen.

Hansmeyerhof in Wagensteig
Nach zeitraubenden und sehr intensiven Vorbereitungsarbeiten wird der Hansmeyerhof in Wagensteig als "bäuerliche Brauchtumseinrichtung - lebender Hof" der Öffentlichkeit präsentiert. Mitglieder des Hansmeyerhofvereines haben sich bereit erklärt, ehrenamtlich die Führungen nach einer gemeinsam erstellten Konzeption zu betreuen. Aufgrund der begrenzten Kapazität können Führungen nur in einer Gruppe von maximal 15 Personen stattfinden. Der Hansmeyerhof eröffnet die Möglichkeit, einmal hautnah zu erle3ben, wie die Menschen mit der alltäglichen Arbeit auf den Höfen fertig wurden oder auch wie ländliche Handwerkskunst der Vorfahren aussah. Eine Führung dauert anderthalb Stunden. Eine vorherige Anmeldung im Rathaus (Telefon 07661 - 39 65 40) ist erforderlich.

1079 ist erstmals die Burg Wiesneck erwähnt, die den Aufstieg zur Wagensteig kontrollierte und den Grafen von Haigerloch, den Stiftern des Klosters St. Märgen, gehörte. Sie wurde von den Zähringern zerstört und neu aufgebaut. Während des Bauernkrieges wurde sie von Bauernverbänden unter Hans Müller von Bulgenbach gestürmt und niedergebrannt. Das gleiche Schicksal erlitt sie 1644 durch die Franzosen. Noch heute künden beträchtliche Mauerreste von der bewegten Vergangenheit.

Kleine Bilder antippen und vergrößern!

Die Anfang des 12. Jahrhunderts erbaute Burg Falkensteig erlitt ein ähnliches Schicksal. Sie diente der Kontrolle des Höllentals, wurde 1388 durch Freiburger Bürger zerstört und wechselte danach mehrmals den Besitzer.

Kleine Bilder antippen und vergrößern!

Buchenbach ist erstmals im Jahr 1350 urkundlich erwähnt, während der Ortsname Ibental bereits in einer Urkunde von 1120 fällt. Fünf Jahre später ist in einem Dokument, das einen Streit zwischen der Galluskirche von Zarten und dem Kloster St. Märgen schlichten sollte, erstmals von dem im langgestreckten Wagensteigtal gelegenen Weiler Wagensteig die Rede. Hier verläuft eine der ältesten Durchgangsstraße vom Neckar- zum Donaugebiet über den Schwarzwald in das Rheintal.

Die Ortsteile verfügen über sehenswerte Schwarzwaldhäuser mit gut erhaltenen Bohlenständerkonstruktionen. Nennenswert ist auch der im Typ eines Wasserschlosses 1669 erbaute Schlosshof von Buchenbach.

Burgruine Wiesneck

Jahrhundertelang bewachte sie den Zugang zum Höllental und zum Wagensteigtal, die beiden wichtigsten Verbindungswege über den Schwarzwald. Vormehr als 350 Jahren wurde die Burg Wiesneck zerstört. Bürger wollen die Reste der einst stolzen Festungsanlage vor dem weiteren Zerfall bewahren. Es gibt zwar zahlreiche Berichte über die Burg und ihre Bewohner, aber inwieweit sie der historischen Wahrheit entsprechen, ist ungewiss.

Kleine Bilder antippen und vergrößern!

Der heimatgeschichtliche Arbeitskreis von Buchenbach hatte anlässlich der Herausgabe eines Heimatbuches “Buchenbach” im Jahr 1996 bereits einige Fakten zusammengetragen. Darin heißt es: “Die ersten Nachrichten, die wir von der Burg haben, stehen im Zusammenhang mit Herrschaftsauseinandersetzungen. Im Jahr 1079, so berichtet im 16. Jahrhundert der Chronist Gallus Öhem, habe Bertold von Zähringen die Burg Wieseneck eingenommen ` und zwar alle die von dem Brisgöwumb den Schwartzwald sitzende under sin herschafft`.” Von ihrem Ende wird berichtet: “Als während des Dreißigjährigen Krieges, im Sommer 1644, die Schweden die Freiburger Gegend durchzogen, legten sie die Wiesneck in Schutt und Asche.”

Wie die Burg einmal ausgesehen haben mag, kann vielleicht ein Bild vermitteln, ein Altarbild in der Stegener Schlosskapelle, das aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts stammt.

Seit rund zwölf Jahren ist Nikolaus von Gayling, der im Schloss Ebnet wohnt, neuer “Burgherr”. Er ist daran interessiert, die letzten Gemäuerreste zu erhalten und fördert deshalb die Idee eines Fördervereins. Seit Sommer 2001 können Autofahrer bei der Ausfahrt aus dem Höllental auf dem Bergsporn zwischen Wagensteig und Unteribental die letzte große Mauer der einst großen Anlage sehen. Der Musikverein hatte dort erstmals ein Open-Air-Konzert veranstaltet, und die Freiherr von Gayling´sche Forstverwaltung hatte eigens dazu einiges an Unterholz sowie Bäume beseitigen.