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Reute im Breisgau

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Schmuckes Bauerndorf mit langer Geschichte

Abseits der vielbefahrenen Straße, an der Verbindung zwischen Denzlingen / Vörstetten und Teningen-Nimburg, liegt die bäuerlich geprägte Gemeinde Reute. Vielleicht gerade aufgrund der Abgeschiedenheit konnte die Kommunge bis heute seinen reizvollen, dörflichen Charakter und seinen besonderen Charme bewahren.

Die vorgeschichtlichen Funde in der Reutemer Gemarkung zeigen, daß sich seit Tausenden von Jahren hier immer wieder Menschen niedergelassen hatten. Funde aus der Römerzeit deuten an, daß der Raum Reute um 100 n.Chr.landwirtschaftlich erschlossen war. Hier gab es Rodungen, lange bevor der frühdeutsche Name Reuden dafür gebraucht wurde, und auf ihnen lagen mehrere kleinere römische Gutshöfe. Sie bestanden rund 200 Jahre und wurden im 3. Jahrhundert aufgegeben, als Verbände der Alemannen verstärkt in den Breisgau eindrangen. Da keine weiteren geologischen Funde vorliegen, müssen wir annehmen, daß nach den Römern über Jahrhunderte keine Bewohner auf der Gemarkung lebten.

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Die Ersterwähnung Reutes, und wir können mit Sicherheit annehmen, daß unser Reute gemeint ist, finden wir im "Lorscher Codex", der im 12. Jahrhundert im Kloster Lorsch an der Bergstraße angelegt wurde. Er verzeichnet die Schenkung eines Grundbesitzers Baducho, der dem Koster im Jahre 772/73 unter anderem seinen Besitz im Orte Reuden vermachte.Wie das Kloster mit seinem Besitz in Reute verfahren ist, ist nicht bekannt. Festzustellen ist, daß sich diese Besitzungen im Jahre 993 in der Hand des Breisgaugrafen Birchtilo befinden, der sie dem Kloster Sulzburg unter dem Namen Ruithin schenkte. 1079 wird Ruthin unter den Gütern des Klosters St. Ulrich erwähnt. Auch dem Kloster in Günterstal stand Besitz in Reute zu. So war ein Viertel der für kleine Vergehen verhängten Strafgelder an das Kloster abzuführen.

Als die Grafen die Vogtei über das Kloster St. Ulrich übernahmen, bekamen sie auch Einfluß auf die Besitzungen in Reute. Mit ihnen auch die adlige Familie Snewlin, der lange Zeit Gerichts- und Herrschaftsrechte im Dorf zustanden. Deutlicher als im 14. Jahrhundert treten die Herrschafts- und Rechtsverhältnisse seit etwa 1450 hervor. Nun zeigt sich, daß der Landecker Zweig der Snewlin die Gerichts- und Dorfherrschaft besaß. Als alleinigem Gerichts- und Dorfherrn standen Hans von Landeck bestimmte jährliche Abgaben zu. Sein Enkel David lebte wie viele Adlige seiner Zeit über seine Verhältnisse und mußte zur Geldbeschaffung seine Marchdörfer und seine Besitzungen in Vörstetten und Reute verkaufen. Im Jahre 1491 übernahm der Hofkanzler Conrad Stürzel diese Dörfer.

Schon 1549 veräußerten seine Enkelinnen bzw. deren Ehemänner die drei Dörfer Hotzhusen, Ober und Nieder Reyti an den kaiserlichen Hofrat und Ritter Matthias Held.Das Dorf Reute besaß damals vermutlich zwischen 80 und 120 Einwohnern, denen es nicht besonders gut ging. So standen von den insgesamt 38 Häusern fünf leer, vier waren von Witwen bewohnt, die von Abgaben befreit waren, in einem wohnte der Pfarrer. Sie lebten noch zum Teil in Leibeigenschaft, andere waren halbfreie Bauern. Das bedeutete für sie, daß sie z. B. für ihren Herrn Frondienste, also unentgeltliche Arbeit, leisten mußten, Abgaben zu entrichten hatten, bei der Heirat den Herrn um Erlaubnis fragen mußten oder nur mit Einverständnis des Gutsherrn wegziehen durften.

Mit der Familie des neuen Dorfherren hätten die Einwohner von Reute und Holzhausen fast das "große Los" gezogen. Matthias Held wollte die Bewohner aus der Leibeigenschaft entlassen. Seine Ehefrau erließ den Einwohnern alle aufgelaufenen Schulden. Sein Sohn Philipp wollte das Werk seines Vaters fortsetzen, verstarb allerdings sehr früh. Auch sein Bruder Johannes stiftete einen großen Geldbetrag für die Armen und Waisen von Holzhausen und Reute. Beide Brüder liegen in der Kirche in Unterreute begraben. Nach dem Tod von Margarete Held im Jahre 1604 zog ein neuer Dorfherr ein, Doktor Andreas Harsch, kaiserlicher Rat und Kanzler zu Ensisheim.

Die 1467 gegründete Universität in Freiburg hatte den Widdumhof neben vielen anderen zur Versorgung und Bezahlung ihrer Professoren erhalten. Der Senat besaß das Präsentationsrecht der Pfarrkirche St. Felix und Regula, durfte also dem Bischof einen Pfarrer vorschlagen. Während offenbar noch 1615 der auf den Gütern erwirtschaftete Groß- und Kleinzehnt "allein der kürch" gehörte, ist die Universität später eigener Grundherr, besoldet den Pfarrer und läßt sich die Zehntgüter -zumindest zeitweise- nach Freiburg führen. 1563 war eine Zehntscheuer in Unterreute gebaut worden, in welcher das Getreide eingelagert werden konnte. Das Zehntsystem bestand auch nach der Verstaatlichung der Universität 1767 weiter. Erst um 1830 konnte der Zehnt durch Geld abgelöst werden. Besonders einträglich waren die Reutemer Güter allerdings nicht, dazu schlugen die Bau- und Instandsetzungskosten zu sehr zu Buche, waren die Ernte- und Herbstkosten zu hoch, die Qualität der Äcker und Matten höchst mittelmäßig. Zudem lagen die Felder zum größten Teil weit entfernt vom Hof, die Wege dorthin waren in schlechtem Zustand. Dem Gesinde mußte daher mehr Lohn bezahlt werden, es war "aber trotzdem unwillig".

Unter der Familie Harsch war längst nicht mehr die Rede von einer Entlassung aus der Leibeigenschaft. Schon 1612 kam es zum ersten Prozeß. Gleich zu Anfang ihrer Herrschaft belasteten sie ihre Untertanen mit einem ganzen Katalog von Forderungen, Diensten und Auflagen, die zum massiven Widerstand der drei Dörfer führten. Sie wehrten sich gegen ein solches Ansinnen, das ihnen nur höhere Abgaben und mehr Arbeit bescheren würde. Im Augsburger Religionsfrieden 1555 war neben der katholischen nun auch die lutherische Konfession anerkannt worden. Die Untertanen folgten von da an dem Bekenntnis ihres Landesherrn. Reute lag im Herrschaftsbereich Österreichs, so daß der Ortsherr Held niemals die Konfession seiner Untertanen hätte bestimmen können, denn dies stand nur dem Landesherrn zu. Eigentlich hatte sich also gar nichts für die Einwohner von Reute geändert, denn sie durften (und mußten!) weiterhin katholisch bleiben. Aber in ihrem Umfeld hatten sich gravierende Änderungen vollzogen, denn das ganze Gebiet um sie herum war mit dem Markgrafen zum lutherischen Glauben übergetreten. Reute war von da an eine katholische Enklave, umgeben von protestantischen Dörfern. Um sie herum war nun 'Ausland', Freiburg lag "überennen", jenseits der Grenze, und sie mußten dazu über protestantisches Gebiet gehen.

Die Lage Reutes hatte im 30jährigen Krieg verheerende Folgen für das Dorf. Isoliert und abgeschlossen von den Glaubensbrüdern, angefeindet von den protestantischen Nachbarn, umgeben von einer fremden Herrschaft waren sie schutzlos den Wirren des Religionskriegs ausgesetzt. Die österreichischen (katholischen) Soldaten wähnten sich im (protestantischen) 'Feindesland', die Truppen des für das protestantische Schweden kämpfenden Bernhard von Weimar wurden dagegen von den umgebenden Dörfern auf das katholische Reute aufmerksam gemacht. Hofften sie doch, dadurch die Soldaten von ihrem Vieh und ihren Äckern fernhalten zu können. Von nun an wurden sie immer wieder in das Kriegsgeschehen verwickelt, auch wenn der Feldzug nicht ihnen, sondern wie im Februar 1633 dem protestantischen Denzlingen galt, das von kaiserlichen Soldaten bedrängt wurde. Bei allen Kriegszügen, die in Richtung Emmendingen gingen, waren die Reutemer in Gefahr. Die unterschiedliche Religion führte zu erheblichen Spannungen, vor allem wenn sich die in Abteilungen des Landsturms zusammengefaßten Bauern gegenübertraten. Keineswegs führten nur die "Großen" hier Krieg, jetzt schlugen auch Bauern verwundete Soldaten tot, nahmen ihnen Pferde weg. Landsleute aus katholischen Dörfern bekämpften ihre protestantischen Nachbarn und umgekehrt. Der Hunger griff um sich, denn die Soldaten nahmen alles weg, was die Bauern nicht rechtzeitig in Sicherheit gebracht hatten. Proviant mußte nach Freiburg geliefert werden -Reute war zusätzlich noch Versorgungsort der Universität-, Kriegsgelder bezahlt und Einquartierungen erduldet werden. Viele Bauern verließen ihr Dorf und verschanzten sich lieber hinter den mit einer Mauer umgebenen Städten oder auf einer wehrhaften Burg. Andere versteckten sich in unwegsamem Gelände und wurden bei ihrer Flucht vor den Soldaten immer weiter aus der Heimat vertrieben. Wer sich beispielsweise nach Freiburg in vermeintliche Sicherheit gebracht hatte, war 1633 dem "Hauptwee", einer pestartigen Seuche ausgeliefert, die die auf engstem Raum mit den Soldaten und den Flüchtlingen lebende Bevölkerung stark dezimierte. Ein großer Teil der während des 30jährigen Kriegs ums Leben gekommenen Menschen starben nicht durch Kriegshandlungen, sondern durch Hunger und Seuchen.

Die Reutemer waren besonders gefährdet, denn ganz in der Nähe lag die Hochburg, die 1634 von den kaiserlichen Soldaten belagert wurde. Die Bauern fürchteten jedoch nicht nur den Feind, sondern auch den Freund, die kaiserlichen Soldaten, die "insonderheit im Breisgaw, auf dem gantzen Land alle Dörfer und Güeter von Matten, Gärten, auch wo sie in Quartieren gewesen, "alles verderbt und ubel zuogericht" hinterließen. Es nützte den Bauern nichts, wenn sie ihre Felder bestellten; sie zogen daher oft die Flucht vor. Aber wo sie auch hinkamen, nirgends wollte man sie haben und sie gar durchfüttern. Auf diese Weise sind noch viele aus Not und Elend umgekommen, so daß oft nur noch 20 oder 30 Prozent der Dorfbewohner überlebten.

Wie sehr die Gemeinde Ober- und Niederreute im 30-jährigen Krieg gelitten hatte, zeigt sich an den spärlichen Eintragungen des Pfarrers in die Kirchenbücher.1654 wurde im Taufbuch als erstes Kind Blasius Mörder, Sohn von Johannes Mörder und Maria Hildebrändin eingetragen. Ein einigermaßen normales Dorfleben begann wieder, auch wenn in den Anfangsjahren die Gemeinde nur aus einer Handvoll Menschen bestanden haben wird. Dies zeigt sich nicht nur bei den spärlichen Taufen, sondern auch bei den Begräbnissen und den Eheschließungen. In Reute hatte schon immer die Weidewirtschaft ein größeres Gewicht gehabt als der Ackerbau. Aber Vieh mußte ja erst wieder gezüchtet werden, nachdem in dem langen Krieg fast alles geschlachtet worden war. Nach dem Krieg gab es einige Zuzüge nach Reute. Wer sich hier niederließ, stammte aus dem nahen Umland, aus Wildgutach, St. Märgen, dem Glottertal und dem Föhrental, aus Buchholz, Zähringen, Simonswald und nur einer zog aus der Schweiz hierher. Wenn man den Angaben im Ehebuch Glauben schenken darf, so regenerierte sich die Gemeinde größtenteils aus Reutemer Einwohnern, die sich in den umliegenden Dörfern Ehepartner suchten. So manch einer, der 1651 hier zunächst eine Bleibe gefunden hatte, zog es ein paar Jahre später vor, sich anderswo ein besseres Auskommen zu suchen.

Der Breisgau und auch Reute hatten noch unter anderen Kriegen zu leiden. 1672 fachte Ludwig XIV. erneut einen Krieg an, den sogenannten Holländischen Krieg. Nachdem 1677 die Stadt Freiburg eingenommen worden war und für zwanzig Jahre französisch wurde, herrschte erneut Kriegszustand im Breisgau, auch wenn dieses Gebiet nicht von den Franzosen besetzt war. Daß jedoch die österreichischen Truppen nicht schonender verfuhren als die französischen, war längst jedem klar. Erneut kamen hohe Kontributionsforderungen auf die armen Bauern zu, denen sie kaum Folge leisten konnten nach den schrecklichen Zerstörungen des 30jährigen Kriegs. Der 1698 geschlossene Friede von Rijswijk war nur von kurzer Dauer, denn bald darauf entbrannte der Spanische Erbfolgekrieg. Im Breisgau trieben die Franzosen erneut Kriegsgelder ein. Daß sich unter solchen Umständen das Freiburger Umland nicht erholen konnte, ist verständlich.

Der Streit mit der Familie von Harsch dauerte bis zum Jahre 1807, als der vorderösterreichische Breisgau zum Großherzogtum Baden fiel. In Freiburg wurde ein Oberamt eingerichtet, dessen Wirkungsbereich auch die beiden Gemeinden einschloß. Das Zeitalter der dörflichen Herrschaften war zu Ende.

1783 wurde die Leibeigenschaft abgeschafft, die verbliebenen Fronverpflichtungen wurden zum großen Teil 1820 aufgehoben. Im Jahr 1833 trat das Zehntablösungsgesetz in Kraft und 1848/49 wurden die letzten Reste der grund- und landesherrlichen Vorrechte beseitigt. Doch was auf den ersten Blick als erhebliche Erleichterung für die Bauern erscheinen mag, erweist sich bei näherer Betrachtung eher als das Ersetzen einer Belastung durch eine neue. Dies gilt besonders für die Ablösung der Bodenzinsverpflichtungen und des Zehnten. Die Bauern und die Gemeinde mußten sich nämlich aus diesen Pflichten mit erheblichen Beträgen freikaufen. Der Bodenzins mußte mit der Zahlung des Achtzehnfachen eines Jahresdurchschnittsbetrags, der Zehnt gar des Zwanzigfachen abgelöst werden. Die Staatskasse beteiligte sich zwar an den Kosten, die Zehntpflichtigen mußten aber vier Fünftel der Summe selbst aufbringen. Die Folge dieser eigentlich gut gemeinten Ablösegesetze war, daß sich die Bauerngemeinden schwer mit Schulden belasten mußten, die sie zum Teil bis zur Gründung des Kaiserreiches mitschleppten. Reute war eine dieser Gemeinden, die sich mit der Ablösung besonders schwer taten. Da die Ge-meinde nur geringes Vermögen besaß, mußten fast alle Lasten durch Umlagen finanziert werden. Im Ortsbereisungsprotokoll aus dem Jahr 1850 kann man nachlesen, wie schlecht es um die Gemeindefinanzen stand. Viele Einwohner waren mit der Bezahlung der Umlagen im Rückstand und das Zehntwesen lag im "Argen", da das Ablösungskapital noch nicht bezahlt sei. Dieser Zustand wird mit der "Not der letzten drei Jahre" erklärt, womit die Revolution und die Abwälzung der Kosten für ihre Niederschlagung auf die Gemeinden gemeint sein dürfte.

Doch gerade zur Jahrhundertmitte war ein Tiefpunkt der wirtschaftlichen Situation in Reute erreicht, der bescheidene Wohlstand hatte erheblich abgenommen, es gab keine Reichen, wenig Bemittelte und viele Arme. Im Jahr 1854 wurde sogar eine öffentliche Suppenküche eingerichtet, um die Not der Bevölkerung zu lindern. Dabei wurden "von Anfang Februar bis zum Juni mittags täglich 66 Portionen Suppe unentgeltlich und 18 Portionen um's Geld, abends 60 Portionen ausgetheilt."

Viele Mißernten machten den Bauern zu schaffen. So brachte der Ausfall der Kartoffelernte auch die Schweinezucht zum Erliegen. Um die Jahrhundertmitte wanderten 50 Personen aus. Denn Reute selbst bot denen, die nicht allein von der Landwirtschaft leben konnten, nur wenige Möglichkeiten, ihr Auskommen im Handwerk oder Gewerbe zu finden: "An Gewerben sind außer 6 Wirtschaften, die aber schlecht gehen, nur die notwendigsten hier. Der Ort ist vom großen Verkehr überhaupt so abgelegen, daß die Einwohner lediglich auf sich selbst beschränkt sind", vermerkte der Oberamtmann aus Emmendingen 1882 in seinem Ortsbereisungsprotokoll. In Oberreute gab es um die Jahrhundertmitte jeweils einen Krämer, Müller, Schmied, Schreiner, sowie zwei Bäcker, zwei Dengeler, drei Maurer, drei Schneider, sechs Schuster und zehn Weber. In Unterreute fanden sich je ein Bäcker, Maurer, Müller, Schmied und Schuster.

Um die Jahrhundertwende war die größte wirtschaftliche Not vorbei. In den Jahren 1900 bis 1902 wurde in Oberreute eine neue Kirche gebaut. Doch der bald danach ausbrechende 1. Weltkrieg , die folgende Inflation und Wirtschaftskrise brachten wieder große Not in das Dorf. Dennoch werden nach dem Krieg zwei Gebäude neu errichtet bzw. fertiggestellt: die neue Schule und ein Kindergarten.

Im Zweiten Weltkrieg blieb der Ort von Kriegshandlungen verschont. Doch fielen 72 Einwohner von Reute in diesem Krieg. Die Probleme für Reute begannen erst, als die Kampfhandlungen zu Ende waren mit der Besetzung durch die Franzosen. Fridolin Birkle war in dieser schwierigen Zeit Bürgermeister.

Nach der Währungsreform 1948 ging es mit dem Ort ständig aufwärts. Das Bauhandwerk blüte auf, und viele gingen als Bauhandwerker nach Emmendingen oder Freiburg. Unter dem neuen Bürgermeister Anton Siegel wurde die Wasserversorgung sichergestellt. 1960 wurde ein neues Rathausgebaut, von 1965 bis 1967 die bestehende Schule durch einen Neubau erweitert. Zur Beseitigung der Abwässer trat man dem Abwasserzweckverband "Breisgauer Bucht" bei. Dann wurde die Ortsdurchfahrt neu gestaltet. Viele Einwohner renovierten ihre Häuser oder bauten in den Neubaugebieten. Gewerbeflächen wurden ausgewiesen, so daß sich neue Betriebe ansiedeln konnten.

1974 trat der neue Bürgermeister Franz Kury sein Amt an. Er verfolgte zielstrebig die Weiterentwicklung des Dorfes, das in einen Verwaltungsverband mit Denzlingen und Vörstetten eingetreten war. Eine Mehrzweck- und eine Leichenhalle wurden errichtet. Neue Wohn- und Gewerbegebiete wurden erschlossen und bebaut. Das bewirkte auch, daß die Bevölkerung ständig wuchs.Sie ist von 1141 Einwohnern im Jahre 1950 auf über 2900 im Jahre 1996 angestiegen. Deshalb war auch eine Erweiterung des Kindergartens notwendig. Nach dem Krieg wurden viele Vereine wieder ins Leben gerufen, ebenso gab es in den vergangenen Jahren mehrere Vereinsneugründungen, so daß Reute jetzt über ein sehr reges kulturelles und sportliches Leben verfügt. Seit 1998 ist Michael Schlegel Bürgermeister. Die Möslestrasse wurde zurückgebaut, hat wieder dörflichen Charakter bekommen. Im Sept. 2000 wurde der Grundstein für einen zweiten Kindergarten mit der Gemeinde als Träger gelegt.