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Vörstetten bei Freiburg

Unterkünfte in Vörstetten

Gasthaus Sonne
Hotel & Restaurant
Elisabeth und Ulrike Stahl
Freiburger Straße 4
79279 Vörstetten
Telefon 076662326
Web www.Sonne-Voerstetten.de

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Alamannen-Museum in Vörstetten Grabungsergebnisse führten zu der Idee, mit einem Museum und einem Freilichtareal die Zeit der frühen Alamannen im Vorfeld der römischen Reichsgrenze zu rekonstruieren und nach den Grundsätzen der „living history“ (erlebte Vergangenheit) anschaulich und erfahrbar zu machen. Bild antippen!

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Dorf der Fachwerkhäuser

Im Norden Freiburgs und abseits der großen Durchgangsstraßen liegt mit Vörstetten eines der schönsten Fachwerkdörfer im Südwesten. Kaum jemand ahnt, dass das von der Landwirtschaft geprägte Dorf mit seinen niedrigen Häusern und Höfen auf eine über 1000-jährige Geschichte zurückblicken kann.

Siedlungstätigkeiten auf dem heutigen Gemeindegebiet Vörstetten sind bereits um 5000 vor Christus nachgewiesen worden. Das Dorf selber wird jedoch erstmals in einer Schenkungsurkunde im Jahr 993 erwähnt, mit der Graf Birchtilo Vörstetten mit anderen Gütern der Kirche des Heiligen Cyriak in Sulzburg schenkt. Es ist also älter als 1000 Jahre.

Der ersten Erwähnung als "Verstat" folgen bald weitere mit wechselnden Schreibweisen, wie "Werstetten", "Verstete", "Veristat" und "Verstetin". Nach Auffassung der Historiker deutet der Name auf eine Stätte, einen Platz, der - vom Altsiedelland aus betrachtet - in der Ferne lag, nämlich in der sich weithin ausdehnenden Niederung. Eine durch Luftbilder nachgewiesene Tiefburg dürfte im 12. oder 13. Jahrhundert erbaut worden sein. Sie ist erst 1993 erneut durch ein Luftbild mit konzentrischen Kreisen nachgewiesen. Der Standort grenzt südlich an den Mühlbach in Höhe der unteren Mühle von Vörstetten an.

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Ein Zeugnis positiver Entwicklung und gewissen Wohlstandes sind die zwischen 1770 und 1820 erbauten und noch gut erhaltenen Fachwerkhäuser (ca. 70). Sie sind neben dem schlanken 46 m hohen Kirchturm und dem 1841 in klassizistischem Stil erbauten Rat- und Schulhaus die prägenden Merkmale des unverwechselbaren Ortsbildes. Heute ist Vörstetten eine lebens- und liebenswerte Gemeinde, die 1992 als schönste Gemeinde im Landkreis Emmendingen im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" ausgezeichnet wurde und 1993 beim Wettbewerb des Landes Baden-Württemberg die Silbermedaille erhielt.

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Für die rund 2600 Einwohner der Gemeinde stehen mit 2 Kindergärten, Grundschule, Halle, Sportplätzen und Freizeiteinrichtungen Infrastrukturen zur Verfügung, die das Leben in der Gemeinde angenehm gestalten lassen. Die Kirchen, Volkshochschule und die 14 Vereine gestalten ein reges und lebendiges Gemeinschaftsleben. Beim "Gumbiswinkelfest", am letzten Augustwochenende in ungeraden Jahren, wirken eine Vielzahl der Vereinsmitglieder zusammen und gestalten das seit 1974 durchgeführte weitbekannte Gassenfest.

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Archäologie

  • Dass die Besiedlung der Vörstettener Gemarkung viel älter als 1000 Jahre ist, beweisen die zahlreichen archäologischen Funde und die neuesten archäologischen Ausgrabungen am heutigen Ortsrand von Vörstetten. Dort, wo jetzt das Gewerbegebiet ”Grub” entsteht, fanden 1991 und 1998 bis 2000 Ausgrabungen des Landesdenkmalamtes Baden-Württemberg statt.
  • Im Frühjahr 1991 entdeckte der Landwirt Manfred Groß aus Vörstetten auf seinem Acker die ersten Fragmente von Keramikgefäßen aus dem 4./5. Jahrhundert nach Christus. Eine kleine Sondierungsgrabung im Sommer 1991 zeigte, daß an dieser Stelle ein größerer Siedlungsplatz der ersten alamannischen Siedler im Breisgau vermutet werden konnte. Ein Steinbeil und Keramikscherben aus der Jungsteinzeit (um 4000 vor Christus) ließen außerdem auf ein steinzeiliches Gehöft an der gleichen Stelle schließen. Geomagnetische Messungen auf einer Fläche von über einem Hektar belegten, daß noch weitere archäologische Befunde – also Spuren des frühalamannischen und steinzeitlichen Siedlungsplatzes – im Boden erhalten sind.
  • 1997 informierte Bürgermeister Karl Heinz Beck frühzeitig das Landesdenkmalamt über die Erweiterung des Gewerbegebietes ”Grub”. Erfreulicherweise bot sich deshalb in Vörstetten die Gelegenheit, im Vorfeld einer geplanten Bebauung einen Siedlungsplatz der frühen Alamannen und der Steinzeit großflächig zu untersuchen bevor die Spuren im Boden zerstört werden. Bei den Ausgrabungen auf einer Fläche von einem Hektar wurden die Strukturen dieses Siedlungsplatzes dokumentiert und zahlreiche archäologische Funde ausgegraben. Dadurch können zahlreiche neue Aspekte der Lebens- und Wirtschaftsweise der ersten alamannischen Einwanderer und der Menschen in der Steinzeit wissenschaftlich ausgewertet werden.