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Herrischried im Hotzenwald

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Herrischried

Herrischried entstand Mitte der 70-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts durch die Gemeindereform. Insgesamt sechs ehemals selbstständige Gemeinden wurden zu Herrischried eingegliedert. Die Gesamtgemeinde umfasst eine Gemarkungsfläche von rund 3850 Hektar auf einer Höhenlage von 850 bis 1050 Metern und hat etwa 2700 Einwohner. Der Ortsteil Herrischried führt das Prädikat "LUftkurort", alle anderen Ortsteile sind staatlich anerkannte Erholungsorte. Große Teile der Gemarkung sind Natur- und Landschaftsschutzgebiete.

Der Ort verfügt über einige mittelständische Betriebe. Ein Großteil der berufstätigen Einwohner verdienen ihren Lebensunterhalt jedoch in den Betrieben des Rheintals oder in der Schweiz. Herrischried legte schon früh Wert auf einen guten Ausbau der Freizeitinfrastruktur für Sommer und Winter.

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Der Hauptort Herrischried der gleichnamigen Gemeinde ist stark aufgelockert mit den auseinanderliegenden Ortsteilen Lochmatt, Ackern, Säge und Stehle. Sie bietet nur im Zentrum um die Pfarrkirche und in den Neubaugebieten Ackern und Stehle ein geschlossenes Ortsbild. Die hochgelegene Pfarrkirche mit den zwei flachgedeckten Türmen gibt der Herrischrieder Landschaft ein besonderes Gepräge.

Herrischried dürfte zwischen dem 10. bis 11. Jahrhundert als Rodungssiedlung, der letzten Erschließungsepoche des Hotzenwaldes entstanden sein. 1281 wird es erstmals als „Höschinsried“ genannt und 1331 erscheint die Bezeichnung „Herisriet“. Im 13. Jahrhundert fehlten hier die Freibauern, was sich daraus erklären lässt, dass die Kolonisation durch Eigenleute des Klosters Säckingen erfolgte. Das Kloster besaß über das Dorf die Grundherrschaft. Sein Dinghof zu Herrischried war der am nördlichsten in den Hotzenwald vorgelagerte klösterliche Verwaltungshof. 1806 kam Herrischried zum Großherzogtum Baden und wurde dem Bezirk Säckingen zugeteilt.

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1849 zerstörte ein Großbrand im Dorf 17 Häuser samt der neu erbauten Kirche. Zu diesem Unglück kam die allgemeine Notlage jener Zeit, die hier zu einer starken Abwanderung führte. Im Jahre 1851 wanderten aus der Pfarrei Herrischried mit staatlicher Unterstützung mehr als 500 Personen nach Amerika aus.

Das ursprünglich überwiegend landwirtschaftlich orientierte Dorf entwickelt sich in starkem Maße zu einem Ferien- und Erholungszentrum, das auch durch die Skilifte und die Eissporthalle im Winter eine starke Anziehungskraft ausübt. Herrischried ist staatlich anerkannter Luftkurort.

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Hogschür liegt am linken Uferhang des oberen Murgtales gliedert sich in das Unter- und Oberdorf. In früheren Aufzeichnungen erscheit der Ortsname als „Hochschür“ oder „Hogscheuer“ , also hochgelegene Scheuer. Hogschür zählte zur Einigung Görwihl und bis zur Errichtung der Pfarrei Herrischried im Jahre 1695 auch zum Kirchspiel Görwihl. Zu Hogschür gehörte bis zum Jahre 1935 auch der Ortsteil Lochmatt.

Im 18. Jahrhundert wurde das Dorf in die Unruhen der Salpetereraufstände hineingezogen, und unter den 1755 auf Befehl der Kaiserin Maria Theresia verbannten Salpeterern befanden sich von Hogschür Michel Eckert und Josef Gäng mit ihren sechsköpfigen Familien. In der Notzeit um 1850 wanderten auch einige Familien nach Amerika aus. Durch Viktor von Scheffel ist Hogschür in die Literatur eingegangen.

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Die drei Ortsteile Hornberg, Atdorf und Obergebisbach sind als Hofsiedlungen in der mittleren oder jüngeren Periode der Hotzenwalderschließung entstanden. Die Besiedlung scheint von Wehr aus bis nach Obergebisbach hinein erfolgt zu sein, denn alle drei Ortsteile gehörten in früherer Zeit zur Grafschaft Wehr und wurden unter den Habsburgern anfänglich noch zum Amt Wehr gezählt. Noch im 16. Jahrhundert wurde nicht von den Gemeinden, sondern nur von den Höfen zu Atdorf und Hornberg gesprochen. Obergebisbach erscheint bis zum 15. Jahrhundert meistens mit Niedergebisbach zusammen. So wurden um 1300 die zwei „Geboltzpach“ als Einheit genannt. 1256 erscheint „Hornbec“ erstmals. Kurz nach 1300 hört man auch von Atdorf in seiner alten Bezeichnung „Abedorf“. Im 14. Jahrhundert erfolgte die Loslösung der Orte vom Amt Wehr. Sie gehörten dann zur Grafschaft Hauenstein.

Hornberg liegt am Hochhang über dem Wehratal als eine Siedlung von Einzelhäuser, die sich den Hang entlang ziehen. Es bietet von allen Punkten einen weiten Ausblick in das Wehra-, Rhein- und Wiesental sowie über den Dinkelberg bis hin zu den Vogesen.

Niedergebisbach ist als Hofsiedlungen in der mittleren oder jüngeren Periode der Hotzenwalderschließung also zwischen dem 10. und 11. Jahrhundert entstanden. Die Besiedlung scheint von Wehr aus erfolgt zu sein, denn der Ortsteil gehörte in früherer Zeit zur Grafschaft Wehr. Allerdings sind die territorialen Machtverhältnisse des frühen Mittelalters nicht mehr klar ersichtlich. Im Gegensatz zu Obergebisbach hat Niedergebisbach nie zum Kirchspiel Wehr gehört. Das lässt darauf schließen, dass zwischen Ober- und Niedergebisbach schon in alter Zeit die Grenze zwischen der einstigen Grafschaft Wehr und dem Gebiet der Grafschaft Hauenstein lag.

Niedergebisbach erscheint bis zum 15. Jahrhundert meistens mit Obergebisbach zusammen als die zwei „Geboltzpach“ . Ab dem Jahre 1546 erscheint (damals noch) Niedergebelsbach für sich.

In Niedergebisbach stand ein Meierhof, der ursprünglich wohl der Verwaltungshof der Herrschaft war, die über das Dorf gebot. Dieser Meierhof war in späterer Zeit als Lehen vergeben und ging dann in das Eigentum der Bewirtschafter über. Um 1650 besaßen ihn Hans Seger und der Maurer Gallin.

In Gedenken an die Sapleterer-Zeit wurde in den letzten Jahren der Platz vor dem Feuerwehrgerätehaus als „Blasius-Hottinger-Platz“ benannt. Blasius Hottinger stammte aus Niedergebisbach und war einer der Anführer in der Salpeterer-Zeit.
Niedergebisbach gehörte zur Einung Rickenbach und unterstand auch gerichtlich der Einung bzw. dem Vogteiamt. Nach dem Übergang an Baden 1806 wurde Niedergebisbach dem Amtsgerichtsbezirk Säckingen zugeteilt. Kirchlich gehörte das Dorf bis 1897 zu Rickenbach, dann wurde es der Pfarrei Herrischried angegliedert.

Rütte gehört zu den Siedlungen die verhältnismäßig spät durch Roden oder Reuten entstanden sind, worauf auch der Ortsname hinweist. Die Besiedlung erfolgte in der letzten Periode der Hotzenwaldkolonisation, also etwa um das 13. Jahrhundert. Anfangs war der Einfluss und das Wirken des Stiftes Säckingen, das in Herrischried einen Dinghof besaß, maßgebend für die Entwicklung der Siedlung Rütte, obwohl diese unmittelbar der vorderösterreichischen Herrschaft unterstand. Aus einer Urkunde geht hervor, dass Rütte aus einem Einzelhof entstanden ist. Auf dem Ödland, das früher als Etschland bezeichnet wurde, hatten die Bewohner von Rütte Weide-, Holz- und Reuterechte. Das meiste Holz, soweit es nicht als Nutz- oder Brennholz gebraucht wurde, wurde in Meilern zu Holzkohle verarbeitet.

Rütte zählte zur hauensteinischen Einung Görwihl Während der Salpetererunruhen wurde Josef Leber bei einem Treffen auf dem Etzwihlerfeld gefangengenommen und später mit anderen Anführern der Salpeterer hingerichtet. Um 1750 wurden auch einige Familien aus Rütte ins Banat verbannt.

Zu Wehrhalden gehören die damaligen Siedlungen Giersbach, Kleinherrischwand und Lochhäuser. Die Besiedlung von Wehrhalden wurde in der Zeit vom 12. bis 14. Jahrhundert vor allem durch die Herren von Wehr und Bärenfels sowie das Stift Säckingen gefördert, welches in Herrischried einen Dinghof besaß. Zur Zeit der Hammerschmieden und Eisenwerke am Hochrhein und im Wehratal wurden die Wälder gerodet, um deren ungeheuren Bedarf an Holzkohle zu decken. Auf diesen gerodeten Waldplätzen entstanden nach und nach aus den Hütten der Holzhauer und Köhler die verstreut liegenden Walddörfer. In ihnen wurden zum größten Teil Arbeitskräfte aus Tirol und Vorarlberg angesiedelt. Wehrhalden gehörte zur hauensteinischen Einigung Görwihl.

Durch den Anbau von Baumwolle und die Ansiedlung einer Baumwollspinnerei, konnten sich die Einwohner den Lebensunterhalt verschaffen. Diese Einnahmequelle fiel jedoch um 1850 gänzlich weg. So entstand eine große Armut, und es wanderten einige Familien nach Amerika aus.

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