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Winzerdorf Egringen bei Efringen-Kirchen

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Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Dorf 758 als "Aguringas". Frühe Schenkungen vornehmer Leute, die wohl den Franken, den Herren in den alemannischen Landen nach 746, nahestanden, begründeten die über 500jährige geschichtliche Verbindung Egringens mit dem Kloster St. Gallen. Zwischen 763 und 870 erfolgten weitere Schenkungen aus Egringer Grundbesitz an das Koster St. Gallen.

In der Folgezeit fehlen urkundliche Belege für die Geschichte des Dorfes.
Erst aus dem 13. Jahrhundert erfahren wir, daß St. Gallen sein Gut erblehensweise an den Ritter Wilhelm von Lene übertrug. Dessen Erben gaben das St. Gallische Gut zu Egringen 1284 an das Spital der Armen und Dürftigen zu Basel weiter, während das Kloster St. Gallen die Oberherrschaft über das Dorf noch fest in seinen Händen hielt. Letztere übertrug der Abt und Konvent dem Ritter Berthold von Ramstein zu Lehen, der die Vogtei an den Ritter Heinrich von Lene weitergab. 1433 bestätigte Kaiser Siegmund dem Wilhelm von Grü nenberg die Lehensrechte zu Egringen. Nach langwierigen Streitigkeiten unter verschiedenen Herren, welche das St. Galler Gut als Afterlehen beanspruchten, entschloß sich der Abt Cuno v. St. Gallen 1392 zum endgültigen Verkauf des Dinghofes zu Egringen mit allen Rechten und Gütern, der St. Gallus-Kirche und dem Niedergericht an das Spital der Armen und Dürftigen zu Basel.

Bisher hatten die Röttler Herren und Markgrafen als Vögte die Rechte und den Besitz St. Gallens zu Egringen geschütz.

Im Jahre 1392 belehnte auch Markgraf Rudolf III. Henmann von Grünenberg mit dem Gericht der Vogtei. Nach dem Tode Wilhelm v. Grünenbergs fiel das Mannlehen an den Markgrafen zurück, der es an Thüring von Hallwyl neu verlehnte. Es wirkten also zwei Gerichte nebeneinander, das eine (im Zeichen der gekreuzten Krücken) im Meierhof und das Markgrä fliche Vogtgericht. 1570 grenzte die Markgräfliche Herrschaft wie für alle Orte so auch für Egringen die Rechte ab: Die Oberhoheit mit dem Malefizgericht und allen landesherrlichen Rechten standen nun allein dem Markgrafen von Rötteln, als dem Landgrafen von Sausenburg zu, die niedergerichtliche Obrigkeit dagegen dem Spital.
Mit der Neuordnung der staatlichen Verhältnisse zu Beginn des 19. Jahrhunderts verkaufte der letzte Meier zu Egringen den Meierhof zwangsmäßig an Egringer Bürger.

Die Kirche des Heiligen Gallus geht in ihren ältesten Teilen auf das 13. Jahrhundert zurück. Neben einem spätgotischen Chorgestühl besitzt die Kirchengemeinde einen vergoldeten Silberkelch aus dem Jahre 1487, der vermutlich von Jörg Schongauer, dem Bruder des berühmten Malers, stammt. Ihre erste Orgel erhielt die Kirche 1797.

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