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Winzerdorf Huttingen bei Efringen-Kirchen

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Huttingen liegt im urgeschichtlichen Siedlungsbereich des Klotzen. Auch die Anwesenheit der Römer ist bezeugt. Über 1.000 Jahre später belegt eine Urkunde den Bestand des Dorfes: 1274 als "Huttinger", 1325 mit Dorf und Bann.

Politisch gehörte der Ort den Markgrafen von Hachberg, von denen er durch Tausch 1365 an die Bischöfe von Basel gelangte. Mit dem Tausch kam auch das Kloster "Von unserer lieben Frowen zu Istein", ein Stift für adlige Frauen, am "Klotzen" im 13. Jahrhundert von Domprobst Luithold v. Rötteln gegründet und mit vielen Gütern ausgestattet, ebenso dessen Fron- und Meierhof zu Huttingen, an das Balser Hochstift.

Die Hohe Gerichtsbarkeit über "Hals und Hand", also über "Dieb und Frevel" hatten sich die Markgrafen von Rötteln in diesem sonst geistlichen Hoheitsgebiet des Basler Bischofs noch bis 1500 vorbehalten.

Der Basler Fürstbischof besaß im 16. Jahrhundert in seinen letzten Dörfern auf der rechten Rheinseite, Schliengen, Mauchen, Steinenstadt, Istein und Huttingen die volle Landeshoheit. Da seine Herrschaft gegenüber seinen Gottesleuten im allgemeinen milde war, rebellierten seine Untertanen im Bauernkrieg 1525 nicht gegen den geistlichen Herrn und nahmen auch 1735 nicht an den Unruhen teil. Anderseits wurde die mit dem 14. Jahrhundert zunehmende Schwäche der bischöflichen Herrschaft ihren exponierten Gebieten oft zum Verhängnis. Im 30jährigen Krieg brannte das ganze Dorf mitsamt dem Fronhof bis auf wenige Gehöfte ab. Es verlor seine gesamte habe und alles Vieh an die Schweden und Franzosen.

Duch 1713 suchten die Franzosen das Dorf wieder heim. 1769 bemühte sich der Markgraf Karl Friedrich den Ort vom Basler Bischof zu erwerben, allerdings ohne Erfolg. Die 1900 von Schuler, Priester und Reichtagsabgeordnetem, erbaute schmucke St. Nikolaus-Kapelle wurde in den Mobilmachungstagen 1914 aus militärischen Gründen gesprengt. Heute steht nur noch die Sakristei dieser Kirche.

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