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Münstertal im Schwarzwald

Münstertal im Schwarzwald & St. Trudbert

Die Gemeinde Münstertal entstand am 1. Dezember 1971 im Zuge der Verwaltungsreform durch die Vereinigung der damals selbstständigen Gemeinden Ober- und Untermünstertal. Heute hat Münstertal rund 5100 Einwohner. Auch die Geschichte der Talschaft ist sehr interessant.

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Sie reicht zurück auf das Jahr 640, als der iro-schottische Missionar Trudpert ins Münstertal kam. An der Stelle seines gewaltsamen Todes erfolgte später die Gründung des Klosters St. Trudpert, das als erstes rechtsrheinisches Benediktinerkloster gilt und heute das Generalmutterhaus der “Schwestern vom Hl. Josef” darstellt.

Untrennbar mit der Geschichte des Klosters und der im 14./15. Jahrhundert zerstörten Stadt Münster ist auch der Bergbau, der schon im Jahre 1028 urkundlich nachgewiesen ist, jedoch schon von den Römern betrieben wurde. Heute erinnert das Schaubergwerk “Teufelsgrund” mit der angeschlossenen Asthma-Therapie-Station an diesen einstmals bedeutenden Wirtschaftszweig.

Das Münstertal mit seiner ausgeprägten Streusiedelung bildet den Übergang vom Markgräflerland zum Hochschwarzwald und erstreckt sich auf eine Gesamtfläche von 6773 Hektar, wovon allein 4.45 Hektar bewaldet sind. Dieser große Waldanteil wirkt sich vorteilhaft auf das Klima und die Luft aus.

Die landschaftliche Vielfalt und Schönheit haben dazu beigetragen, dass Münstertal auch ein bedeutender Fremdenverkehrsort im Südschwarzwald darstellt. Zahlreiche Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten bieten dem Gast Unterhaltung und Abwechslung. Hierzu zählen neben dem Kloster St.Trudpert und dem Schaubergwerk Teufelsgrund z. B. Wassertretanlagen, Wald- und Kinderspielplätze, ein geologisch-bergbaugeschichtlicher Lehrpfad, einer der letzten Köhler des Schwarzwaldes sowie der mehrfach ausgezeichnete Campingplatz.

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Aufgrund des günstigen Erholungsklimas ist Münstertal seit 1969 staatlich anerkannter Luftkurort und stellt insbesondere ein Wanderparadies mit einem vielfältigen Angebot an Kur- und Sporteinrichtungen dar.

Eng mit der Geschichte des Münstertals und des Klosters St. Trudpert hängt auch die ehemalige Bergbaustadt Münster zusammen, die um das Jahr 900 gegründet wurde. Als Bergbaustadt war ihr Aufstieg und Niedergang auch mit der Edelmetallproduktion verbunden.

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Die seinerzeitige Stadt war durch drei Stadttore gesichert. Sie wurde mehrfach zerstört jedoch immer wieder aufgebaut. Bisher wurde davon ausgegangen, dass die Stadt im Jahre 1346 von den Freiburgern nach Streitigkeiten wegen der Bergbaurechte zerstört wurde.

Das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg hat von 1995 bis 1997 Ausgrabungen im Bereich der früheren Stadt vorgenommen, die bedeutende Funde erbrachten. Hierzu zählen z. B. eine bisher unbekannte "Wasserburg" sowie Überreste der ehemaligen städtischen Bebauung. Auch eine Münze, die einen Elefanten zeigt, kam zutage, ebenso wie zahlreiche Keramiken, Ofenkacheln und ein mehrfarbig bemalter Glasbecher (um 1300). Zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurde die Stadt Münster an Herzog Albrecht von Österreich verkauft, sodass Münster die erste Stadt war die zu Vorderösterreich kam, womit gleichzeitig die habsburgische Herrschaft im Breisgau begann.

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Die archäologischen Untersuchungen haben auch ergeben, dass der Untergang der Stadt Münster nicht auf die Zerstörung durch die Freiburger im Jahre 1346 zurückzuführen ist, sondern Hochwasser und Katastrophen zum Opfer fiel. Das Ende der Stadt kam jedoch schließlich mit dem dreißigjährigen Krieg. Heute erinnert lediglich noch der Ortsteil "Münster" an das einstmals blühende Gemeinwesen.

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