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VÖHRENBACH Hammereisenbach-Bregenbach

So unscheinbar der kleine Ort Hammereisenbach-Bregenbach bei Vöhrenbach ist, so bedeutungsvoll war er in früheren Zeiten, nicht zuletzt aufgrund seiner strategischen Lage. Er liegt am Ausgang des unteren Eisenbachtales zum Bregtal. In früheren Jahrhunderten führte hier eine wichtige Handelsroute von Villingen und Donaueschingen in Richtung Freiburg und dem Breisgau hindurch. Beschützt wurde sie zum einen von der Burg Altfürstenberg (Krumpenschloss) und später von Neufürstenberg auf dem gegenüberliegenden Bergsporn.

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Das Video oben zeigt Hammereisenbach sowie die Ruine Neufürstenberg und der geheimnisvolle Kuckucksweiher. Bild antippen und genießen!

Hammereisenbach ist in kleiner Ortsteil von Vöhrenbach und liegt an der Einmündung des Hammerbaches (Eisebach) in die Breg. Die imposanten und weithin sichtbaren Mauerreste von Neufürstenberg zeugen von der einstigen Bedeutung dieser Festung. Die Gegend war schon früh besiedelt. Davon zeugen archäologische Funde.

Das Krumpenschloss auf der anderen Talseite ist ein archäologisches Denkmal und eine mysteriöse, noch nicht eindeutig zuschreibbare und datierbare, augenscheinlich aber sehr alte Wallanlage von etwa 100 m auf 80 m. Vermutet wird, dass es sich um ein keltisches Relikt handelt, eine Kultstätte oder Fluchtburg. Die Anlage liegt inmitten anderer, auf einander beziehbare keltischen Anlagen.

Durchflossen wird Hammereisenbach vom Hammerbach, der oberhalb der Bebauung noch Eisenbach heißt und gleich nach dem Ortsende in das Flüsschen Breg mündet.

Das Hammereisenbacher Hammerwerk um das Jahr 1840. Im Vordergrund die Anlagen des Hammerwerks. In der Bildmitte im Hintergrund das Gasthaus zum Hammer, das als Werkskantine diente und ganz hinten die Ruine Neufürstenberg.

Hammereisenbach war ein fürstenbergischer Ort, in dem seit dem 16. Jahrhundert aufgrund der umliegenden Eisenerzgruben ein Hammerwerk betrieben wurde und auf dessen Gemarkung bis zum Bauernkrieg in der Burg Neufürstenberg die herrschaftliche Verwaltung amtete. Von der heutigen Ruine, von der über dem Dorf noch die hohe und relativ seltene Schildmauer aufragt, ist ein beachtliches und gut zu erreichendes Ausflugsziel.

Hammereisenbach und Bregenbach waren ursprünglich voneinander getrennt. Durch ein Gesetz vom 7. Mai 1896 wurde der Ort Bregenbach aufgelöst und mit Hammereisenbach zu einer Gemeinde verbunden. Schriftlich erschien Hammereisenbach erstmals im Jahr 1527 als Ysenbach.

Die aus mehreren Höfen bestehende Talgemeinde blieb bis 1806 fürstenbergisch. Nach dem Übergang an das Großherzogtum Baden zu Beginn des 19. Jahrhunderts war Hammereisenbach eine selbstständige Gemeinde. Im Jahr 1971 wurde Hammereisenbach im Rahmen der Verwaltungsreform in Baden-Württemberg in das benachbarte Vöhrenbach eingemeindet.

Die Region um Hammereisenbach war schon in vorgeschichtlicher Zeit von großer Bedeutung. Funde und Flurnamen deuten darauf hin, dass hier einst keltische Stämme siedelten, die ihre Spuren bis heute hinterlassen haben.

Besonders die geheimnisvollen Schalensteine beim Kuckucksweiher gelten als Indiz für die Anwesenheit keltischer Kulturen. In der keltischen Welt spielten Naturheiligtümer, Quellen und markante Felsformationen eine zentrale Rolle im spirituellen Leben. Die runden Vertiefungen in den Steinen, die Schälchen, könnten Opfermulden gewesen sein, in denen Flüssigkeiten wie Wasser, Öl oder Blut dargebracht wurden. Manche Theorien sprechen auch von astronomischen oder kalendarischen Funktionen dieser Vertiefungen.

Zu den Schalensteinen geht es zunächst über dem Dobelweg, der tief in den Hammerwald hineinführt. Eine weitere Möglichkeit ist ein Forstweg von der Ruine Neufürstenberg aus. Der Kuckucksweiher ist keinesfalls ein Weiher, wie der Name vermuten lässt, sondern eine Ansammlung von seltsamen Steinen, davon ist einer besonders auffällig.

Dieser Ort ist leicht zu übersehen, denn nur ein kleiner weißer Holzpfeil weist auf den schmalen, etwa 30 Meter langen Pfad hin, der hinauf zu einer besonderen Naturformation führt. Hier liegen verstreut riesige Felsbrocken mit runden, auffälligen Aushöhlungen. Diese Findlinge gelten als keltischer Kultplatz und sind nur wenigen Eingeweihten bekannt. Die mystischen Vertiefungen in den Steinen geben bis heute Rätsel auf, doch es wird vermutet, dass sie für Rituale oder astronomische Beobachtungen genutzt wurden. Es könnten allerdins auch natürliche Auswaschungen sein.

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