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VÖHRENBACH Urach

Urach ist der am weitesten vom Stadtkern in Vöhrenbach entfernt gelegene Ortsteil. Das Urachtal ist landschaftlich besonders reizvoll und durch typische Schwarzwaldhöfe geprägt. Es ist weitgehend als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Im Ortskern ist die barocke Pfarrkirche Allerheiligen besonders sehenswert.

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Urach ist eine dem Wasser folgende Talsiedlung, eine zunächst fürstenbergische, dann badische Gemeinde, die 1971 mit der Gemeindereform zu Vöhrenbach kam.

Die Ortslage von Urach wird geprägt von der historischen Ortslage im Urachtal, und der Straße die als Verbindungsstraße zwischen B 500 und dem Bregtal dient. Die Ortschaft ist in Streulage über den Talraum verteilt mit wenig Konzentrationen. Sie hat einen historischen Mittelpunkt mit Dorfgemeinschaftshaus und Kirche, zeichnet sich aber auch durch die Besonderheiten der Uracher Hofanlagen und der Parzellierung aus.

Die Gemarkung erstreckt sich auf die Höhenlage von 1130 m auf der Widiwander Höhe bis zur Einmündung der Urach in die Breg bei 772m üNN. Die Urach, die der Gemeinde den Namen gab, hat ihre Quelle an der Wasserscheide Rhein-Donau bei der Kalten Herberge an der B 500. Von der Quelle bis zur Mündung bildet die Urach eine 10 km lange Talaue.

Die Landwirtschaft und die Wohnnutzung sind für die Bebauung bestimmend, ergänzt durch Gasthäuser und ein Sägewerk. Die zentralen Einrichtungen mit örtlicher Funktion (Kirche, Dorfgemeinschaftshaus) liegen im Ortskern.

Die Besiedlung des Urachtals und der Ausbau des Verbindungsweges Villingen-Freiburg muss in einem Vorgang gesehen werden. Die Neuanlage fand vermutlich um das Jahr 1200 statt, unter der Nutzung der Erfahrungen, die von älteren Schwarzwaldsiedlungen vorlagen. Seit der Besiedlung des Urachtals galt dieses als politische Einheit. Das Einzugsgebiet der Urach war in Hofbezirke eingeteilt, die jeweils im Norden und Süden die Gemarkungsgrenze bildeten. Viele der historischen Gebäude stehen unter Denkmalschutz und zeichnen auch noch heute den Ort und das Tal aus. Erwähnenswert sind hier auch eine alte funktionsfähige Mühle im Fahlenbach und ein historisches Sägewerk in Roturach.

Die Pfarrei wurde zum ersten Mal 1275 urkundlich erwähnt. Die bedeutende Pfarrkirche Allerheiligen ist besonders sehenswert. Diese alte Kirche liegt inmitten einer talseits hoch aufragenden, mit Ecktürmchen und steiler Treppe versehenen Friedhofsmauer. Sie basiert auf romanischen Bauteilen. Ihr Langhaus wurde im 14. Jahrhundert erbaut. Aus dieser Zeit stammt die bemalte, sehenswerte und seltene Tannenholzdecke. Von 1730 bis 1740 barockisierte man den Bau und versah ihn mit einem Zwiebelturm. Die Gesamtanlage steht unter Denkmalschutz.

Urach ist eine der Wiegen der Schwarzwälder Uhrenindustrie. Simon Dilger betrieb nach 1720 als einer der ersten Uhrmacher die gewerbliche Herstellung von Uhren. Sein Sohn Johann Friedrich Dilger war ein äußerst geschickter Uhrmacher und führte einige Konstruktionsverbesserungen ein. Zahlreiche Uhrmacher lernten bei ihm den Beruf und sorgten für die Verbreitung der Uhrenkunst im Hochschwarzwald. So entstand von Urach aus der Beruf des Uhrmachers.

Das Höhengasthaus Kalte Herberge direkt auf der europäischen Wasserscheide Rhein-Donau gelegen, besteht nachweislich seit 1480 und war immer eine wichtige Station auf dem dort verlaufenden Handelsweg, insbesondere für Glas- und Uhrenträger. Im Fahlenbach, einem Seitental des Urachtals, wurde bis in das 19. Jahrhundert in mehreren Erzgruben Bergbau betrieben.

Der Tourismus ist für Urach ein bedeutsames wirtschaftliches Standbein. Die touristische Infrastruktur umfasst insbesondere Wanderwege, Skiloipen und drei Skilifte. Der bedeutende Westweg führt an der Kalten Herberge auch über Uracher Gemarkung, ebenso führt der Jakobsweg durch das Urachtal.

Die Uracher Einwohner zeichnen sich durch großes bürgerschaftliches Engagement aus. Trotz der geringen Einwohnerzahl besteht ein reges Vereinsleben. Als Beispiel seien jährliche Theateraufführungen, Jahreskonzerte und das kirchliche Bruderschaftsfest mit Prozession genannt.

Pfarrkirche Allerheiligen

Die Besiedelung des Urachtales wurde vermutlich um das Jahr 1200 durch die Zähringer Herzöge gefördert. Sie gründeten auch die Pfarrei, die wie der Ort selbst 1275 im Liber decimationis als „ura in decanatu Phoerron“, „Urach im Dekanat Pfohren“, erstmals erwähnt ist. Die Kirche liegt talaufwärts vom Kirnerhof an einem Steilhang inmitten des ummauerten Friedhofs. Die talseitige Südmauer ist besonders mächtig und trug dazu bei, von einer Wehrkirche zu sprechen – zu Unrecht, denn die Stärke der Mauer hat statische Gründe und die Kirche keine zur Verteidigung bestimmten Bauteile. Das schlichte, um Wetterfestigkeit bemühte Äußere birgt eine reiche Ausstattung im Stil von Barock und Rokoko.

An den Seitenwänden des Chors erinnern Bilder an Nachbarpfarreien in Schollach und Bregenbach, die früher zu Allerheiligen in Urach gehörten. Links im Bild des Täufers ist die Bregenbacher Ruine Neufürstenberg zu erkennen. Die Altäre und die Kanzel sind farblich, der Decke angeglichen, durch das Blaugrün der Architektur und das Gold der Verzierungen geprägt. Der Hauptteil des Hochaltars besteht aus dem Tabernakel, einem Gemälde und zwei Schnitzfiguren, deren jede von zwei blaugrünen Säulen flankiert wird. Die beiden Seitenaltäre sind gleich aufgebaut. Der linke Seitenaltar ist ein Dreikönigsaltar. Die Heiligen Drei Könige, eigentlich die drei Weisen, reisten nach dem Matthäus-Evangelium von fern nach Betlehem. Weit reisten auch die Schwarzwälder Glas- und Uhrenhändler, und sie waren es vielleicht, die mit der Stiftung des Altars um Schutz baten. Der Kreuzweg an der linken Schiffswand stammt von dem in Urach geborenen Bildhauer Wolfgang Kleiser (* 1936).

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